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Damen I: Nach der Saison ist Schluss

Headcoach Bastian Wernthaler legt Amt nieder

Bastian Wernthaler hört nach dieser Saison auf - Foto: Andi Brei

Nach dreijähriger, sehr erfolgreicher Trainerarbeit für die Wasserburger Basketball-Damen geht die Zeit mit Bastian Wernthaler als Headcoach nach dieser Saison zu Ende. Wernthaler hat sich im Verein stets wohlgefühlt. „Wir haben hier unglaubliches Potential bei den Spielerinnen, alle Beteiligten des Vereins und auch die Sponsoren sind Basketball-begeistert und ziehen an einem Strang“, schwärmt er und sagt„ Es war insgesamt wirklich eine tolle Zeit in Wasserburg. Wir haben drei wichtige Titel gewonnen, was für den Verein sehr viel wert ist. Außerdem haben sich einige Spielerinnen durch ein professionelleres Programm sehr gut entwickelt.“

Trotz der Erfolge mit der Mannschaft sowie der Zufriedenheit und guten Zusammenarbeit mit dem Verein, hat sich Bastian Wernthaler nun aus mehreren Gründen dazu entschieden aufzuhören. Zum einen hatte der Trainer persönlich erst einmal drei Jahre für das Amt vorgesehen, zum anderen fehlt dem frischen Familienvater einfach die Zeit für die Vereins- und Trainertätigkeit, sodass er nicht mehr alles vereinen könnte. Hinzu kommt, dass die Mannschaft laut Wernthaler nur halbwegs die großen Ziele erreicht habe. „Man kann das zwar erst am Ende der Saison wirklich einschätzen, aber ich denke Wasserburg dominiert wieder die DBBL. Bisher sind wir ungeschlagen, wir haben unser Ziel erreicht.“ In einer Sackgasse befände sich die Damenmannschaft jedoch nach wie vor im europäischen Wettbewerb. „Wir werden zwar im Eurocup wahrgenommen und nähern uns an das Niveau anderer Teams an, allerdings haben wir es in keiner Saison bis ins Viertelfinale des Eurocup Women geschafft.“ Bastian Wernthaler ist daher der Meinung, dass ein Trainerwechsel für den Fortschritt der Mannschaft, vor allem hinsichtlich des europaweiten Wettkampfes gut wäre.

Die Vorstandschaft der Basketballabteilung bedauert die Entscheidung vom Headcoach. „Basti war der ideale Nachfolger von Hansi Brei. Er hatte mit ihm als Videoanalytiker eine hervorragende Zusammenarbeit und Verbundenheit. Da Wernthaler einen innigen Bezug zu Wasserburg hat, konnte die familiäre Atmosphäre in unserer Abteilung weitergeführt werden“, meinte dazu Gaby Brei. So sehr die Wasserburger den Verlust bedauern, haben sie auch sehr viel Verständnis für die Entscheidung des Trainers und vor allem Bewunderung übrig. „Wie Basti die Dreifachbelastung, Kanzlei in München und in Wasserburg sowie Basketball auf hohem Niveau , verbunden mit der Pendelei zwischen München und Wasserburg so erfolgreich unter einen Hut gebracht hat, war und ist mir ein Rätsel“, sagt Gaby Brei. Außerdem sei es nachvollziehbar, dass Wernthaler mi der neuen „Belastung“ Nachwuchs nun andere Prioritäten habe. Brei beschreibt Bastian Wernthaler als einen Trainer mit Leidenschaft, was auch die Schiedsrichter ab und an zu spüren bekamen. „Er hatte ein gutes Händchen für Mannschaft, verbunden mit der nötigen Fachkompetenz.“

Nun hoffen die Wasserburger natürlich einen geeigneten Nachfolger für Bastian Werthaler zu finden. Gaby Brei weiß, dass die Suche aus mehreren Gründen nicht ganz einfach werden wird und bezieht sich dazu auf einen Spruch, den sie vom zukünftigen Ex-Coach der Bundesliga Damen gehört und in ihr Vokabular übernommen hat: „Einen Tod werden wir sterben müssen."

Bastian Wernthaler selbst möchte sich nun der Familie widmen und plant vorerst tägliche Vereinsarbeit und Trainerarbeit mehr. Ob ihn das Trainer-Fieber in ein paar Jahren vielleicht doch noch einmal packt, weiß der Headcoach der Basketball-Damen noch nicht.

04.02.2015 12:54 Alter: 2 Jahr(e)

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