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Damen I: Die beste Leistung der Saison

Wasserburg bezwingt den Tabellenzweiten Wolfenbüttel 72:67

War das die Wende zum Besseren? Geht man nach den 700 Fans in der Badria-Halle, lautet das einhellige Urteil: ja! Geht man nach Wanda Guyton, war´s nur ein weiterer wichtiger Schritt eines langen Weges. „Wir müssen diese Leistung in den nächsten Wochen bestätigen, aber ich bin sehr optimistisch, dass uns das gelingen wird. Alle elf Spielerinnen haben sich heute großartig eingebracht, die Intensität war 40 Minuten lang sehr hoch und wir haben auch kühlen Kopf bewahrt.“

Der 72:67 (32:39)-Heimsieg des TSV Wasserburg gegen den Tabellenzweiten Wolfenbüttel war ein ausgeglichenes und hochklassiges Match, vielleicht das beste, das der deutsche Meister in dieser Saison bislang gezeigt hat. Die Wurfquote von 52 Prozent war jedenfalls ein Bestwert für diese Spielzeit. „Das beginnt in der Defensive“, meinte Hans Brei anschließend. „Wenn man die Rebounds kontrolliert und Ballgewinne hat, wird’s vorne viel leichter. Und das war heute um Klassen besser als in Freiburg.“

Die Gastgeberinnen zeigten von Beginn an eine konstante Leistung, angeführt von einer starken Mannschaftsführerin Rebecca Thoresen, die ihre ersten vier Würfe traf und so die ersten neun Punkte für ihr Team machte. Und doch setzten sich die Gäste im zweiten Viertel ab, zu sicher, zu eingespielt, zu automatisch funktionierten die Kombinationen beim Team von Vlastibor Klimes. Mit beeindruckender Präzision aus der Mitteldistanz (10/12) wurde die keineswegs schlechte Wasserburger Verteidigung filitiert. Ob Callahan, Berger, Harris oder Fikiel – sie punkteten nach Belieben und setzten sich auf 28:39 ab. Nur dank vier Punkten in der Schlussminute vor der Pause war der Rückstand einstellig.

Auch nach dem Wechsel duellierte man sich auf hohem Niveau. Trotz der beiderseits starken und treffsicheren Offensive wurde auch engagiert verteidigt: Krystal Vaughn stoppte Katharina Fikiel, im Gegenzug aber wurde sie von Charmaine Callahan geblockt. Wolfenbüttel schien alles unter Kontrolle zu haben (36:47), doch plötzlich fielen die Würfe bei den Gästen nicht mehr. Bälle drehten Ehrenrunden um den Ring und rollten raus und die Zonenverteidigung wurde löchrig. Brittainey Raven traf einen freien Dreier, Vaughn und Jessica Höötmann sorgten plötzlich für den Ausgleich. Die Badria-Halle war ein Tollhaus! Erst recht als auch Hicran Özen glänzend freigespielt wurde, die erste Führung seit dem ersten Abschnitt machte (50:47/28.) und einen 14:0-Lauf des Titelverteidigers komplettierte.

Diana Pop verdoppelte die kleine Führung zu Beginn der letzten zehn Minuten (62:56), doch Wolfenbüttel kam umgehend zurück. Bei den Gastgeberinnen war drei Minuten Ladehemmung im Angriff, Tenaya Watson brachte den Tabellenzweiten wieder in Front (62:63/35.). Das Match wogte hin und her, auf den Sitzen hielt es längst kaum mehr einen der 700 Fans. Nach zwei Ballgewinnen und anschließenden Schnellangriffen war Wasserburg 69:65 vorne (39.), Lacey Haughian halbierte den Vorsprung, ehe Raven nur einen von zwei Freiwürfen traf – 70:67, noch 40 Sekunden. Watson verfehlte dann den Dreier, Thoresen, machte von der Freiwurflinie den Endstand, weil auch der letzte verzweifelte Versuch von Fikiel daneben ging.

Wie wichtig dieser Erfolg war, zeigt der Blick auf die Tabelle. Wasserburg bleibt auf Rang acht, punktgleich mit dem Sechsten Nördlingen und dem Neunten Oberhausen. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt sechs Zähler, genauso viel wie der Rückstand zum Tabellenzweiten Wolfenbüttel. Kommenden Samstag geht’s zu den Hurricanes nach Rotenburg, die seit sieben Spielen auf einen Sieg warten und auf Rang zehn abgerutscht sind.

Es spielten:

Brittainey Raven (18 Punkte), Rebecca Thoresen (16), Krystal Vaughn (15), Jessica Höötmann (8), Hicran Özen (6), Diana Pop (3), Jezabel Ohanian (2), Katja Zberch (2), Sheena Moore (2), Mara Conley und Mailis Pokk.

05.02.2012 19:03 Alter: 102 Tag(e)

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