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Damen I: Gute alte Bekannte
Wasserburg trifft am Samstag auf seine ehemalige Mannschaftsführerin
Das wird ein großes „Hallo“ geben am Samstag in der Sporthalle in Scheeßel. Der TSV Wasserburg gastiert um 19.30 Uhr bei den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel, für die erstmals Katharina Kühn auflaufen wird.
Der ehemalige Kapitän des deutschen Meisters und Pokalsiegers hat sich überreden lassen, die Basketballschuhe nochmals aus dem Schrank zu holen. Noch Anfang Januar winkte sie ab, ein Comeback komme nicht in Frage, sie genieße die basketballlose Zeit in Hamburg zu sehr. Während die 31-jährige im Urlaub war, sind dunkle Wolken über Rotenburg/Scheeßel aufgezogen: sieben Niederlagen in Serie hat der Aufsteiger nach einem glänzenden Start kassiert und ist derzeit nur noch zwei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Kühn wird nach wenigen Trainingseinheiten vermutlich nur sporadisch eingesetzt werden, sicher fehlen noch Kondition und Spielverständnis mit dem neuen Team. Was sie allerdings als Führungsfigur leisten kann, als Vorbild, Nationalspielerin und amtierende deutsche Meisterin, lässt sich in Worten nur schwer ausdrücken. Dem Aufsteiger fehlt gerade so eine Spielerin, Kühn könnte das entscheidende Puzzleteil sein, das den Klassenerhalt sichert.
Aus rein sportlicher Sicht sind andere Spielerinnen für Wanda Guyton und Hans Brei sicher bedeutsamer. Kim Sitzman ist mit 18,5 Punkten unter den Top5 der Scorerinnen, Janie Bos und Danielle Clark bilden mit jeweils 7,5 Rebounds eines der besten Centerduos der Liga. Die drei US-Girls werden von Pia Mankertz (15,5 Punkte) glänzend unterstützt, doch dann ist die Auswahl von Coach Roland Senger dürftig. Mit Britta Hueske-Böttcher hat er in der Winterpause seine zweite deutsche Stammspielerin und brandgefährliche Dreierschützin verloren. Jetzt muss das 15-jährige Ausnahmetalent Emma Stach in der Starting five ran. Katharina Kühn kann hier für ein wenig Entlastung sorgen.
Im Hinspiel triumphierte der Aufsteiger völlig überraschend in der Badria-Halle, die Zeit für eine Revanche ist gekommen. Günstiger kann die Ausgangslage kaum sein: Rotenburg/Scheeßel ist seit Wochen ohne Sieg und Selbstvertrauen, in Wasserburg ist nach dem Heimsieg gegen Wolfenbüttel reichlich Zuversicht eingekehrt. Doch die gute Stimmung wäre bei einer Pleite im hohen Norden schnell wieder verflogen, ein Sieg allerdings würde wieder alle Möglichkeiten Richtung obere Tabellenhälfte eröffnen.






