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Abteilung: Gedenken an Alexander "Sid" Krapf

Wasserburger Basketballer tödlich verunglückt

Die Abteilung Basketball trauert um Alexander Krapf, der am Samstag im Chiemgau mit einer Gruppe Wasserburger Motorradfahrer unverschuldet in einen tragischen Unfall verwickelt worden war und im Alter von 24 Jahren noch an der Unfallstelle verstarb.

"Sid" durchlief alle unsere Jugendmannschaften und spielte auch bei den Herren, mit welchen er in der Saison 2013/2014 in die Bayernliga aufstieg. Auch in der Vereinsarbeit war er immer sehr engagiert.

Seine Freunde haben diesen berührenden Nachruf verfasst, der uns voll aus dem Herzen spricht:

Am vergangenen Samstagnachmittag erreichte uns die schmerzliche Nachricht, dass ein ganz besonderer Mensch von uns gegangen ist. In viel zu jungen Jahren ist er völlig unerwartet und unverschuldet aus seinem Leben gerissen worden.

Alexander Krapf wurde am 16. August 1993 in München geboren. Vier Jahre später zog es die Familie an die Inn-Metropole Wasserburg. Von Beginn an fühlte sich Alexander in der nördlichsten Stadt Italiens wohl und „dahoam“. Auch in seinen späteren Lebensstationen trug er die Stadt immer in seinem Herzen.

Unter tragischen Umständen verlor Alex im Alter von nur neun Jahren seinen geliebten Vater. Umso stärker wurde die Bindung zu seiner Mutter Linda, die für Ihn bis zu seinem Tode der Mittelpunkt seines Lebens war.

Seine schulische Karriere startete er an der Grundschule am Gries, bevor er 2004 ans Luitpold Gymnasium Wasserburg wechselte. Im Alter von 16 Jahren verließ er seine Heimat und absolvierte ein Schuljahr an der Butte High School in Montana, USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gehörte zu den großen Leidenschaften des Basketballliebhabers.

Nach seiner Rückkehr blieb er seinem Hobby treu. Beim TSV 1880 Wasserburg war „Sid“, wie ihn seine Freunde nannten, eine feste Größe. Er durchlief sämtliche Jugend- und Herrenmannschaften und engagierte sich im Vereinsleben.

Nach dem bestandenen Abitur folgte Alexander seinem Traum, Pilot zu werden. Er bestand den Test bei der Lufthansa mit Bravour. Aufgrund der Wartezeit zu Beginn der Ausbildung entschied sich Alexander die Zeit zu nutzen und sammelte Berufserfahrung in der Gastronomie, im Eventmanagement und reiste mit dem europäischen Basketballverband durch Europa.

Nachdem der Traum zum Piloten durch Umstrukturierungen bei der Lufthansa platzte, entschied er sich nach längeren Überlegungen und Einbeziehung engster Freunde für das BWL-Studium in Augsburg. Auch in der Fugger-Stadt fasste Alexander aufgrund seiner offenen Art schnell Fuß. So bereicherte er das Vereinsleben des TV Augsburg als Trainer und aktiver Basketballer. Obwohl Alexander sich schnell als Augsburger-Partykönig einen Namen machte, hat er seine Wurzeln und Heimat nie vergessen. Er pflegte stets engen Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden und versuchte so oft es ging nach Wasserburg zu kommen. Auch die Praktika bei Siemens und BMW hielten ihn nicht davon ab.

Durch sein BWL-Studium und der engen Verbundenheit zu seiner Heimatstadt Wasserburg gründete er mit nur 22 Jahren zusammen mit zwei seiner besten Freunde die Firma „CityLife“, die sich auf seine Lieblingskopfbedeckung, Caps, spezialisiert hat.

Alexander wurde bereits früh vom Leben geprägt und lernte schnell Verantwortung zu übernehmen. Familie, Freunde und Gerechtigkeit standen für ihn an vorderster Stelle. Er stellte eigene Interessen immer hinten an und sorgte sich in erster Linie um sein engstes Umfeld.

Viel zu früh verlieren wir einen ehrlichen, hilfsbereiten, engagierten, zielstrebigen, fleißigen, liebenswürdigen und zuvorkommenden Menschen, den wir für immer in unserem Herzen tragen werden.

Im jungen Erwachsenenalter entdeckte Alexander seine große Leidenschaft, das Motorradfahren. Diese Leidenschaft teilte er mit seiner Mutter Linda und ließ keine Gelegenheit aus, seinem Hobby nachzugehen.

Wie auch am vergangenen Samstag, als er sich zu seiner letzten Tour aufmachte.

STÜ/BUR/DRE

20.04.2018 11:16 Alter: 89 Tag(e)

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