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Damen I: Wasserburg unterliegt im hohen Norden

89:95 n.V. bei den Avides Hurricanes

Der TSV Wasserburg hat die erste Niederlage der Saison kassiert, völlig verdient unterlag das Team von Trainer Bastian Wernthaler bei der BG 89 Avides Hurricanes mit 89:95 n.V. (77:77, 35:38). Im lauten, engen und proppenvollen GHV-Dome in Scheeßel bewahrheitete sich erstmals das, was der Coach seit Wochen predigt: „Wir sind noch nicht gefestigt und stabil! Niemand hat´s geglaubt, alle haben uns schon zum Titel geschrieben und vorzeitig gratuliert, aber heute hat man gesehen, was passiert, wenn es nicht läuft und das Selbstvertrauen verloren geht. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass das nie eintritt, aber es war leider irgendwann mal zu erwarten.“

Dabei präsentierten sich die Gäste keineswegs mutlos und ängstlich, sie kämpften bis zur Schlusssekunde, doch die Hurricanes verdienten sich den Sieg mit einer ihrerseits sehr starken Vorstellung. Vor allem das Ausnahmetalent Emma Stach (25 Punkte, 5 Rebounds) war „unbekümmert, mutig, sehr schnell und aggressiv. Sie ist die beste Nachwuchsspielerin, die es in Deutschland gibt“, lobte Wernthaler. „Wir dürfen uns natürlich nicht 25 Punkte von ihr einschenken lassen, aber wie sie das gemacht hat war Klasse! Fehlerfrei (3/3) von draußen, dazu eine gute Penetration zum Korb, ein sicherer Floater aus der Mitteldistanz, es macht Spaß ihr zuzusehen.“ Aber auch der Rest des Teams lieferte eine starke Vorstellung. Alle Starting-five-Spielerinnen der Hurricanes punkteten zweistellig und versprühten die Einstellung: wir haben eh´ nichts zu verlieren, also spielen wir einfach mal drauflos. Das Team von Roland Senger nutzte beinahe jede Gelegenheit zum Wurf, „sie haben wie wild drauflos geballert“, beschrieb Wernthaler die Szenerie und Wasserburg wusste damit nur schwer umzugehen. Oft war man einen Schritt zu langsam in der Verteidigung und fand defensiv nie einen richtige Einstellung zur Gegenspielerinnen. Offensiv tat sich wie immer Emma Cannon hervor, auch Svenja Brunckhorst zeigte Engagement und Spielfreude. Dagegen hatte Anne Breitreiner Pech an den Fingern kleben. Erst im letzten Abschnitt gelang ihr der erste Korb aus dem laufenden Spiel, insgesamt war ihre Dreierquote (1/9) sehr schwach, aber auch ihre Mitspielerinnen bekleckerten sich nicht mit Ruhm (insgesamt 5/21). So führten die Gastgeberinnen Mitte des Schlussviertels mit 12 Punkten, als Wasserburg seine gesamten Systeme über den Haufen warf und wie die Hurricanes auf run-and-gun umstellte. „Wir haben jeden Wurf genommen und geschaut, was dabei rauskommt“, und plötzlich fielen die Dinger rein. „Völlig unverdient“ (Wernthaler) retteten sich die Gäste so in die Verlängerung, in der sich aber die Gastgeberinnen den verdienten Sieg sicherten. Wasserburg tat sich 45 Minuten lang sehr schwer gegen die Zonenverteidigung der Gastgeberinnen und erspielte sich nur wenige gute offene Würfe. Und wenn doch, fielen die Dreier nur selten, siehe oben.

Im Nachhinein lässt sich natürlich streiten, ob der Stress mit dem Dienstagstestspiel im slowenischen Kranjska Gora gegen Istanbul hilfreich war. Oder ob man nicht besser schon am Freitag angereist wäre anstatt erst am Samstag. „Hätten wir gewonnen, wäre alles super gewesen, jetzt wird diskutiert. Was soll´s, grundsätzlich sollten wir die Hurricanes schlagen, auch wenn sie sehr gut gespielt haben“, beendet Wernthaler alle Diskussionen. „Eines ist aber klar: das Derby am nächsten Sonntag gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Nördlingen wird ein richtungsweisendes Match werden!“

Es spielten:

Emma Cannon (25 Punkte), Svenja Brunckhorst (16), Tiina Sten (13), Katharina Fikiel (12), Anne Breitreiner (11), Stina Barnert (5), Maggie Dwyer (5) und Rebecca Thoresen (2).

14.10.2012 17:55 Alter: 6 Jahr(e)

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