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Damen I: Ein Spiegelbild der Saison

Nach einer Achterbahnfahrt verliert Wasserburg bei Rotenburg/Scheeßel 62:69

Konstanz ist ein Fremdwort! Der TSV Wasserburg schafft es 2012 einfach nicht, zwei Spiel in Folge zu gewinnen. Auf den Heimsieg gegen Wolfenbüttel folgte erneut eine mehr als vermeidbare Auswärtspleite: 62:69 (32:47) bei den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. Es war die dritte Niederlage 2012 in fremder Halle – in genau so vielen Spielen. Keine guten Aussichten angesichts des Restprogramms, das zwei Heimspiele aber noch drei Auswärtsfahrten (Marburg, Saarlouis, Oberhausen) vorsieht. Auf die Tabelle hatte die Niederlage unmittelbar keine Auswirkungen, der deutsche Meister bleibt auf Rang acht, punktgleich mit Nördlingen (7.) und Oberhausen (9.).

„Diese Leistung ist unerklärlich“, meinte Coach Hans Brei anschließend. „Wir haben anfangs defensiv nichts umgesetzt, wir sind im Angriff zu oft von unseren trainierten Spielzügen abgewichen, zu selten war jemand da, der das Heft in die Hand genommen hätte. Und als wir uns zurückgekämpft hatten, der Gegner hilflos und ratlos war, lassen wir ihn wieder Luft holen und geben das Match aus der Hand.“ Die Gäste begannen katastrophal, ließen Pia Mankertz, Danielle Clark und Janie Bos nach Belieben schalten und walten. Obwohl Kim Sitzmann (7 Punkte, 3/13 aus dem Feld) einen schwachen Tag erwischt hatte, führten die Hurricanes 30:12 (!) nach zehn Minuten, ein Debakel bahnte sich an.

Dann stellten die Gäste von Mann- auf Zonenverteidigung um, was Rotenburg aus dem Rhythmus brachte. Angeführt von Jezabel Ohanian und Katja Zberch kämpfte sich der deutsche Meister ins Spiel zurück. Die Zonenverteidigung von Rotenburg wurde jetzt mehrfach ausgespielt, Ballgewinne in Punkte im Schnellangriff umgemünzt. Nach der Pause brachen die Gastgeberinnen komplett zusammen: nichts ging mehr, nur drei (!) Pünktchen schaffte das Team von Coach Roland Senger, Wasserburg war zu Beginn der Schlussabschnitts mit 54:50 in Front und hatte deutlich Oberwasser.

Anstatt aber weiter Druck in der Verteidigung zu entwickeln und den Ball im Angriff laufen zu lassen, bis eine Akteurin einen freien Wurf bekommt, verkrampften die Gäste. Würfe wurden zu schnell genommen und verfehlten ihr Ziel, was Rotenburg zu Fast-Breaks nutzte und so wieder ins Spiel fand. Das Match blieb in der Folge eng, ehe in der Schlussphase die Unparteiischen zwei technische Fouls innerhalb weniger Sekunden gegen die Gäste verhängten. Einmal, weil Rebecca Thoresen etwas zu einer befreundeten Zuschauerin gesagt hatte, einmal, weil Brittainey Raven beim Wechsel gegen einen Stuhl getreten hatte. Rotenburg versenkte drei der vier Freiwürfe zum 56:61 (37.). Nach einem Dreipunktspiel von Krystal Vaughn waren die Gäste wieder dran (61:63/39.), doch ein Korbleger von Katharina Kühn und ein Dreier von Mankertz zum 62:68, 17 Sekunden vor Ende, entschieden das Match.

Es spielten:

Krystal Vaughn (16 Punkte), Rebecca Thoresen (14), Jezabel Ohanian (13), Katja Zberch (13), Sheena Moore (2), Brittainey Raven (2), Jessica Höötmann (2), Hicran Özen, Diana Pop und Mara Conley.

12.02.2012 16:46 Alter: 95 Tag(e)

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