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Damen II: Beinahe hätte David Goliath besiegt - 69:59

Wir haben gezeigt, dass wir durchaus mit jedem mithalten können - sogar mit dem Erstplaziertem

Nach dem unglücklichen Spiel am Vortag, reisten die Innstädterinnen ersatzgeschwächt zu siebt nach Herzogenaurach, welche im Moment die Tabelle anführen. Dieses Spiel hatte weniger Bedeutung für die Tabellensituation  der Mannschaft als das gegen den BBC Erfurt am Tag zuvor; so gingen sie gelassener und ohne lange Aufwärmphase ins Spiel.

Zu Beginn des ersten Viertels dominierte Schnelligkeit das Geschehen, wodurch die Abschlusssicherheit auf beiden Seiten litt. Als die Wasserburgerinnen nach drei Minuten die Führung übernahmen, verstärkten die Gastgeberinnen ihren Zug zum Korb, welcher nur durch Foulspiel unterbunden werden konnte. Die daraus folgenden Freiwürfe waren in diesen ersten zehn Minuten beinahe die einzige Möglichkeit der Shorthorns gegen die Zonenverteidigung ihrer Gäste zu punkten. Die Damen des TSV hingegen zeigten sich treffsicher von außen, variierten ihre Abschlüsse aber gekonnt und schafften es dadurch mit 11:18 in Führung zu gehen.

Der Tabellenführer konnte diesen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen und versucht die Zone seiner Gegner durch Distanzwürfe zu umgehen. Die Taktik schien anfangs auch zu funktionieren, als in den ersten Minuten des zweiten Viertels zwei Drei-Punkte-Würfe den Weg in den Korb fanden und so nur noch drei Punkte beide Mannschaften trennte. Aber das Team von Mihael Zovko konnte stets die Ruhe bewahren und durch ein gelungenes Zusammenspiel die Führung aufrechterhalten. Diese Tatsache steigerte die Aggressivität der Auracherinnen und trieb sie an mit verstärktem Körpereinsatz den Korb zu attackieren – das Ergebnis: ein 7:0-Lauf und somit ein Zwei-Punkte-Unterschied. Doch die Rechnung wurde ohne das Wurfglück von Helena Freiberger gemacht, die in der letzten Minute vor der Halbzeitpause zwei Würfe jenseits der Drei-Punkte-Linie versenkte und so die Führung auf 26:34 ausbaute.

Jetzt hieß es für die Wasserburgerinnen nicht, wie in den Spielen zuvor, im dritten Viertel einzubrechen und ihre Leistung konstant zu halten. Die Gastgeberinnen erhöhten nun den Druck und die Geschwindigkeit, um den Gegnern deren geringe Rotationsmöglichkeiten zum Verhängnis werden zu lassen. Die ersten zwei Minuten konnte das Innstädtische Team noch Widerstand leisten, doch dann wurde es durch die harte Mannverteidigung zu Fehlentscheidungen und Ballverlusten gezwungen. Dies wiederum verschaffte der Mannschaft aus Herzogenaurach einen 14:0-Lauf, durch den sie das Spiel drehen und zum Ende des Viertels knapp in Führung gehen konnte (49:45).

Entschieden war diese Partie noch ganz sicher nicht! Auf beiden Seiten wurde um jeden Punkt, jeden Ballgewinn und jeden Rebound mit vollem Einsatz gekämpft. Coach Zovko witterte die Gelegenheit durch eine Ganzfeldpresse den Gegner zu Turnovern zu zwingen und sich daraus selbst eigene Punkte zu sichern. Zwar blieben die Franken in Führung, doch die Punktedifferenz schwankte zwischen zwei und sechs Punkten. Als die restliche Spielzeit nur noch zwei Minuten betrug und die Damen des TSV mit sieben Punkte hinterher liefen, mussten sie versuchen die Uhr durch Fouls zu stoppen. Allerdings zeigten sich die Shorthorns in dieser Phase sehr sicher von der Freiwurflinie und konnten sich so den Sieg sichern (69:59).

Dieses Spiel hat gezeigt, dass die Mannschaft aus Wasserburg, die zwar im Moment auf dem vorletzten Rang steht, selbst schwach besetzt zu Größerem fähig ist.

Es spielten: Yavuz S. 2, Lang F. 6, Lang K. 6, Pokk M. 24, Lehnert T. 10, Freiberger H. 8, Dausinger F. 3

12.02.2012 22:30 Alter: 95 Tag(e)

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